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Die Beziehungen Dorfgasteins zum Goldbergbau reichen in das Jahr 1342
zurück. Es hieß damals, dass sich der Berggerichtssprengel
von "Dorf" bis zu den hochgelegenen Bergbauen im Süden
des Tales erstrecke.
Bis ins 15. Jahrhundert saßen die "Pfleger" (oberste
Verwaltungsbeamte und Richter) auf der Burg Klammstein. Sie waren meistens
auch landesherrliche "Wechsler" und mussten in dieser Funktion
alles Gold und Silber von den Gewerken in Empfang nehmen. Der Freiverkauf
des Edelmetalls war verboten.
Im 16. Jahrhundert war Dorfgastein in vielfacher Weise mit dem Bergbau
verflochten. Knappen hatten hier ihre kleinen "Söllhäuser"
und die Bauern verkauften ihre Produkte an die Gewerken. Unter den Letztgenannten
befanden sich mit der herausragenden Bauerngestalt des Veit Weitmoser
auch ein Verwandter der reichen Weitmoser-Gewerken.
Weiters gab es in Klammstein riesige Holzkohlenmeiler sowie eine ausgebaute
"Endstation" für die Erztransporte mittels Schiffen auf
der Gasteiner Ache. Der Übergang über die "Drei Waller"
führte nach Embach, wo sich die Gewerken von Gastein und Rauris zu
Besprechungen trafen.
In der Zeit des ärarischen (also staatlichen) Bergbaues waren die
Wälder rund um Dorfgastein zur Holzkohleerzeugung gewidmet. Holzkohle
brauchte man in Lend für die Befeuerung der Schmelzöfen.
Im 20. Jahrhundert bestand ein Plan, jene Erze, die auf der Ostseite
des Rauriser Tales gewonnen wurden, über die Westflanke des Gasteiner
Tales abzutransportieren. Es sollte sogar eine Seilbahn bis zum Bahnhof
Dorfgastein gebaut und dort das Rauriser Erz per Bahn verfrachtet werden.
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