In den höchsten Regionen des großen Zirknitztales
gab es
eine Reihe wichtiger Reviere: Parzissel, Brettsee, Grasleiten, Trömmern,
Christi Leiden, Freudental und Modereck.
In der Blütezeit des Bergbaues, vor allem im frühen
16. Jahrhundert, war zweifellos das Großrevier des Moderecks
mit weitem Abstand am wichtigsten. (Der Name ist heute
abgekommen und durch "Eckkopf" ersetzt.)
Der Moderecker Bergbau hatte von Anfang an mit großen
Problemen zu kämpfen, nämlich mit flachliegenden Gängen,
die am besten mit Schächten zu erreichen und zu
erschließen waren.
DIE SÄUMEREI
Das Säumen über die Tauernpässe ist
sicher sehr alt, wenn
auch im Schrifttum der früheste konkrete und wirklich schlüssige
Hinweis erst aus dem Jahre 1350 stammt.
Zum Säumen allgemein wäre festzuhalten, dass
es nicht nur
für die Überquerung von Gebirgszügen üblich war, sondern
bis weit in die frühe Neuzeit herauf auch auf normalen Landstraßen.
Für die Via Aurea sind natürlich zwei Pässe
von besonderer Wichtigkeit: der Bluter Tauern (=Heiligenbluter Tauern
= Hochtor) und der Nassfelder Tauern (Hagener Hütte). Über
sie wurden hauptsächlich Weine, aber auch Südfrüchte aus
Görz, Friaul und Krain importiert und Salz nach dem Süden exportiert.
Das Säumen war durchwegs ein bäuerliches
Nebengewerbe, doch gab es auch "Transportunternehmer", die,
wie die Straubinger in Bad Gastein, eine große Zahl von "Saumknechten"
beschäftigten.
DIE
APRIACHER STOCKMÜHLEN
Die
Mühlentechnik hat in den Tauern eine lange Tradition. Als ältester
Typus gilt die "Stockmühle", wie er in Apriach zum Zweck
des Getreidemahlens bis heute erhalten ist.
Es
handelt sich dabei um eine Floder-Mühle, deren Herstellung etwa nur
ein Sechstel an Zeit benötigte, die man für eine Rad-mühle
brauchte.
Im
Bergbau waren diese Mühlen auch als Erzmühlen in Gebrauch. Sie
sind für den Goldbergbau im 14. Jahrhundert typisch. Damals ging
es darum, mit Hilfe der Mühlen das Freigold aus seinem Mutterstein
(häufig Quarz) zu lösen,
damit man es dann durch Waschen von den nicht edlen Teilen trennen kann.